In Bayerns Metropole München fing alles
an. Genauer gesagt im Hotel „Bayerischer Hof“, wo Gert Bormann 1980
begann, seine Kochlehre zu absolvieren. Nach seiner Ausbildung fungierte
das Allroundgenie in Münchens Restaurant „ Bei Roy“, bevor es ihn
dann nach Luxemburg zog. Nach seinem Wehdienst ein Gastspiel bei Käfers
„Zur Einkehr“ in München und dann erst ging seine Reise richtig los:
10 Jahre New York in den allerbesten Häusern und danach ein Sprung hinüber
nach Asien, um sich dort vor Ort die ursprüngliche Asiaküche, frei von
Europäischen Akzenten, zu eigen zu machen.
Er selbst sprudelt über vor kulinarischer Ideen, neuen
Geschmacksexperimenten, der Lust, aus jedem Gang eine fantastische Genuß-Abenteuerreise
zu inszinieren...und gilt doch als ausgesprochener Ruhepol seiner Küchenbrigade,
die er mit freundschaftlichem Partnership zu führen weiß: „Jeder in
meinem Team ist wichtiger Bestandteil, der das Ereignis „haute cuisine“
mit ihm zusammen erst richtig zum laufen bringt. Dabei sind Einfälle
gefragt und vor allem: eine unerschütterliche Liebe zum Beruf. Das sieht
man und das schmeckt man auch. Sein kreatives Teamwork drückt sich in
gemeinsamen Menüberatungen und Gesprächen aus, wonach anschließend ein
wahrhaftes Küchenlabor ins Rollen gerät. Jeder kocht das besprochene
Gericht nach seinem Gusto. Was letztlich dabei heraus kommt, ist eben
jenes Team-Zusammenspiel; aus allem nur das Beste. Was sieht am besten
aus? Was schmeckt am besten? Was kann ich hier und da verfeinern? Die
Liebe zum Detail steckt in ihm wie die Lust auf das immer wieder Neue und
auch das Verdrehen um Umkehren der „normalen“ Küchenpraxis...Tomaten
beispielsweise injiziert er mit Kräuteröl und läßt sie danach 24
Stunden bei 70° C im Einmachglas schmoren; dazu kommen seine
unabdingbaren Frischeakzente, die er bevorzugt von heimischen
Produktanbietern in seine Kreationen verflechtet.
Exotische Extravaganzen runden sein Programm ebenso ab wie fest
eingeschworene Qualitätsnormen, wobei er eigens sein erstklassiges
Weide-Rindfleisch selbst abhängt und so viel mehr.
Grüne Papayas ... wie schmecken denn die? So ein bißerl nach gurken-ähnlichem
Geschmack. Wußten Sie das?
Bei ihm lernen Sie unbewußt die Geschmackssinne immer wieder neu zu überraschen.
Ein Erlebnis kulinarischer Art, untermauert von Menü-Auswahl-Ideen, die
mehr als freunschaftlichen Preis- Kalkulationsfaktor beinhalten. Dabei drücken
sich seine Kreationen auf der Speisekarte verbal minimalistisch aus. Das
Selbst-Erschmecken seiner Finessen ist Basis der Menü-Abenteuerreise:
„ Entdecken bei jedem Bissen“. Die Lust auf „mehr davon“ stellt
sich ein. – Bitte schön! Das Ganze ohne einen Funken Fadheit oder
Langeweile bis hin zu traumhaft erfrischenden Dessert-Köstlichkeiten, wie
ein grandioses Eisenkrautsorbet, daß er gerne gemeinsam mit einem
Zitrus-betontem „Partner-Sorbet“ serviert. Kein Wunder, daß derartige
Kompositionen sich auf geschriebene Weise nicht einmal annähernd als
abschließendes Highlight ankündigen lassen. Küchenmanagement für
VIP-Veranstaltungen in Mega-Größenordnungen sind für den Vorwärtsdenker
eine Herausforderung: Gloria Ganor´s Auftritt begleitete er für 2500 Gäste
kulinarisch wie auch Donald Trumph´s private, exquisite Kundenempfänge.
Michael Jordan´s Geburstagsparty war bei ihm ebenso in den besten Händen
und auch die High-Society-Modewelt rund um das Catwalk-Ereignis von Donna
Karan oder auch Calvin Klein bekam eine nicht minder künstlicherische
Darbietung auf eben seine ureigene Weise. Die Reihe der verwöhnten
Klientel setzt sich weiter fort. Egal ob in Chicago das Broadway Opening für
rund 1500 geladene Gäste zu bekochen war bis hin zu der Entwicklung der
Health Diät für den Australischen Minister nebst Familie.
Verantwortung übernehmen liegt dem Organisationsgenie, der sich neben
seiner Muttersprache auch in Englisch, Französisch und Spanisch
problemlos verständigen kann. Fast versteht es sich da von selbst, daß
er eine Ausbilder-Eignungsprüfung absolviert hat und bereits mit
Foodstyling-Aufträgen für namhafte Auftraggeber im redaktionellen wie
werbemäßigen Bereich erfolgreich tätig war.
Wie gut, daß Deutschland Gert Bormann seit 1997 wieder zurück hat; und
zwar genau dort, wo seinerzeit alles begann: in München.
Von der Käfer-Schänke bis hin als chef de cuisine des großdimensionalen
„Lenbach´s“ und heute nun als chef de cuisine der „Ente vom Lehel“
im Grand Hotel Arabella. Dort hat er ihn wieder: jenen großen
Aktionsradius, der seine kreative Adern zum Pulsieren bringt. Da denkt er
nach über feudal inszinierte Großevents; jene kulinarischen
Erlebniswelten, die man anderen Orts vergeblich sucht und ihm immer neue
Anhänger bescheren.
Heute Wildreis-Popcorn, morgen Tunfisch-Auberginen-Kaviar; und übermorgen
können seine Ideen schon wieder ganz neue Aspekte bieten.
Privat genießt der Genußmensch gerne die Natur: Angeln gehen, am See
sitzen, über neue Geschmackskomponenten nachdenken.
Oder auf Reisen gehen; Bauernmärkte besuchen. Und immer wieder kochen,
kochen, kochen. Auch daheim für Freunde, wo er gerne „wilde Sachen“
in Form von 5-Gang-Menüs auftischt. Eine Tatsache, die für einen so
beschäftigten Küchenchef eher Seltenheitswert besitzt. „Ich koche für
mein Leben gern“.- Das merkt man – ohne Frage!
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